„Visuelle Wahrnehmung eines Weines“


Es ist sehr wichtig, einen Wein visuell betrachten zu können. Den schon auf den ersten Blick hat ein guter Wein etwas zu erzählen. Geprüft werden mit dem Auge die Klarheit, die Farbe, die Konsistenz und die Perlage. Die Klarheit ist gegeben, wenn keine verschleiernde Partikel von blossem Auge wahrgenommen werden. Diese können bereits Anzeichen eines Fehlers im Wein sein. Im Fachjargon unterscheiden wir in der Klarheitsskala von verschleiert, genügend klar, klar, kristallklar bis brillant. Wobei kristallklar und brillant nur für Schaumweine verwendet wird. Ab der Farbe können wir verstehen, ob wir einen jungen, reifen oder alten Wein im Glas haben. Die Farbgebung wird für die drei verschiedenen Weinarten, Weisswein, Rosé und Rotwein unterschieden. Die Farbvariationen sind für Weissweine: Grünlichgelb, strohgelb, goldgelb und bernsteinfarben. Bei den Rosé unterscheidet man zwischen: Zartrosa, kirschrosa und klarettrosa. Hingegen kennen wir bei den Rotweinen fünf verschiedene Nuancen: Purpurrot, rubinrot, granatrot, orangerot und ziegelrot. Wobei orangerot und ziegelrot in der Regel auf sehr alte Weine zutreffen. Die Konsistenz wird beurteilt in dem der Wein sorgfältig im Glas geschwenkt wird. Dabei bilden sich der Glaswand entlang sogenannte „Tränen oder Bögen“, ab diesen lassen sich der Alkoholgehalt und die Struktur oder Körper des Weines feststellen, je nach dem wie schnell die Tränen die Glaswand nach unten gleiten und wie breit die entstanden Bögen sind. Wir unterscheiden zwischen: Wässrig, wenig konsistent, genügend konsistent, konsistent und viskos. Die Schaumweine definieren sich über ihre Perlage und nicht über ihre Konsistenz. Bei der Perlage, werden drei Eigenschaften geprüft: Die Grösse der Perlen, von grob, genügend fein bis fein; Die Anzahl der Perlen, von spärlich, genügend spärlich, genügend zahlreich bis zahlreich; Die Dauerhaftigkeit der Perlen, von schwindend, genügend anhaltend bis anhaltend. 

 

Und nun zum Wohl miteinander.